Freitag, 24. Oktober 2025

Heimreise Teil II

 Rastatt - Salzburg

Der Platz war ideal für eine ruhige Übernachtung und mit 8,23 € auch günstig. Ohne Frühstück starten wir auf die letzen knapp 500 km. Kurz nach Stuttgart essen wir unser Müsli und genießen das Frühstück, ohne Stau und der Gewissheit nicht mehr sehr weit von zu Hause entfernt zu sein. 


Auch um München kommen wir ohne Probleme und so sind wir bereits gegen 13:00 Uhr zu Hause. 

Vielleicht sollten wir unser Womo noch heute zurück bringen? Wir rufen die Vermieterin an und tatsächlich können wir um 5 Uhr unsere Wohnung der letzten 30 Tage wieder abliefern. Ausräumen, grob Reinigen, alles Entleeren und kurze Außenwäsche, fertig. 




               Untersberg in Sicht



Die Rückgabe verläuft ohne Probleme. Hoffe nur, dass die Überweisung der 300,-€ für den Ölwechsel auch tatsächlich erstattet wird. Trotz anfänglicher Problem mit dem Auto (Ölwechsel, Türgriff) waren wir ausgesprochen zufrieden mit dem Vermieter. Frau und Herr Öttl waren erreichbar, unkompliziert und sehr freundlich.

Wieder zu Hause

Donnerstag, 23. Oktober 2025

Heimreise

Unsere richtige Heimreise beginnt bereits um 07:30 Uhr in Laval. Da wir die Nacht nicht am Wohnmobilstellplatz sondern auf einem Parkplatz unmittelbar daneben verbrachten, bemerkte ich schon kurz nach 7 Uhr Bewegung am Platz. Wenig später parkten schone mehrere Fahrzeuge. Wir richteten uns notdürftig und verließen den Platz um nicht die Parkplätze der nahen Firmen zu belegen. 


Nach einem kurzen Halt und Reisevorbereitungen starten wir auf mautfreien Straßen in Richtung Elsass. Mehr als 700 km. Die Strecke war abwechslungsreich. Sie führte uns zuerst nach Alençon, dann über Deux, Versailles nach Paris. Paris umfahren wir südlich über die uns schon bekannte A86. Ohne nennenswerten Stau schaffen wir die 50 km um Paris und fahren südlich der Autobahn auf der sehr gut ausgebauten N4 in Richtung Straßburg. 


Auf einem Parkplatz machen wir Rast. Paris ist geschafft. Unsere Ankunftszeit in Rastatt (Baden Württemberg) sollte gegen 18:00 Uhr sein. 

Wir passieren Nancy und verlassen die N4 bei Sarrebourg in Richtung Hageneau. Leider haben wir keine Zeit mehr für das schöne Elsass und genießen auf Nebenstraßen die Gegend bis Hagenau. Den Rhein überqueren wir bereits bei Dunkelheit. 

In Rastatt holen wir uns eine Pizza und parken am städtischen Wohnmobilstellplatz wo wir eine ruhige Nacht verbringen.


Dienstag, 21. Oktober 2025

Redon - Roche aux Fées - Laval

Nach einer ruhigen und letzten Nacht in La Roche Bernard überlegen wir uns beim Frühstück die Route der Heimreise. Die Entscheidung fällt auf Redon und nicht auf das mit einem Umweg verbundene Josseline. Fix eingeplant haben wir die neolithische Stätte Roche aux Fees. Wo werden wir übernachten, Châteaubourg oder Châteaugiron?




Wir starten in Richtung Osten und erreichen Redon schon nach 30‘. Die Stadt liegt am Schnittpunkt des Flusses Vilaine und dem Nante-Brest-Kanal. Der bereits im Jahr 1842 eröffnete Kanal verbindet die Städte Nante und Brest, ist knapp 400 km lang und wird auch als Hausbootroute verwendet. 






An der Bahnlinie in unmittelbarer Nähe zur Altstadt finden wir einen guten Parkplatz. Die Stadt selbst bietet, außer einigen alten Fachwerkhäusern, nicht all Zuviel und hat dennoch seinen Charme. In der Hauptstraße trinken wir Kaffe und kehren nach einer Stippvisite des Klosters (wird gerade renoviert) zum Womo zurück. 


Weiter entlang der Vilaine und durch herbstlich gefärbte Landschaft gelangen wir zum größten Steingrab aus dem Neolithikum in der Bretagne. Die Stätte ist frei zugänglich und das große Grab versteckt zwischen mächtigen Bäumen. Es beeindruckt uns enorm, wie Menschen vor 5000 Jahren diese riesigen Bauten errichten konnten.



Es ist noch früh, deshalb entscheiden wir doch weiter Richtung Osten zu fahren und möchten in Laval übernachten. Die Stadt liegt bereits in der Normandie. Wir parken vor einer großen Veranstaltungshalle. Es ist anders als auf dem Land oder kleinen Städten. Laval ist bei weitem keine Großstadt, wirkt aber auf uns nicht so sympathisch. Vielleicht sind wir auch schon Reisemüde oder im Heimreisefieber. 





Laval ist aber zweifellos sehr schön. Fachwerkhäuser, altes und neues Schloss und schöne Gassen und Plätze. Zudem finden wir auch kein Restaurant das uns gefällt bzw. Geöffnet hat. 




Wir versuchen es außerhalb in Change. Auch hier finden wir leider kein Restaurant. Wir fahren zum Marché Supermarkt, kaufen ein und suchen einen Stellplatz für die Nacht. 


Grand Briére - durch die Sümpfe


Südlich von La Roche Bernard erstreckt sich die Grand Brière, das nach der Camargue 2. größte Sumpf- und Moorgebiet in Frankreich. Es ist nur eine kurze Fahrt bis wir den ersten Ort in der Briere erreichen. St. Lyphard bietet nicht sehr viel, weshalb wir schnell nach Kerhinet weiterfahren. 




Auf der Anfahrt zum Freilichtmuseum bemerken wir schon unzählige mit strohgedeckte Häuser. Angeblich soll es wieder mehr als 3000 Häuser in der Briere mit Reetdach geben. 


Der Museumsbereich ist frei zugänglich. In die Häuser kommt man jedoch nur mit Führung, die um diese Zeit nicht mehr angeboten werden. Die Anlage ist wunderschön, sehr gut beschriftet (sogar zum Teil in Deutsch) und sehr gepflegt. Die Häusern werden zum Teil von Künstlern genutzt oder dienen als Souveniershops mit sehr geschmackvollem Kunsthandwerk. 










Nach dem Besuch fahren wir tief in den Sumpf zum Port Breca, wo Boots- und Kutschenfahrten angeboten werden. Leider regnet es stark und mache lediglich einige Fotos. Ohne Bootsfahrt umkreisen wir die Briere. Auf der Insel Fedrun finden wir keinen Anleger, weshalb wir mit einigen Fotostopps wieder nach La Roche Bernard zurück fahren. 



Das Wetter war heute wie es angeblich für die Bretagne typisch sein soll. Jeden Tag gibt es 3x schönes Wetter!


Montag, 20. Oktober 2025

Guérande und das Salz


Der heutige Tag sollte weniger Regen bringen, als der Sonntag. Am Plan steht ein Womo Ausflug nach Guérande und in die nahen Salzfelder. Der Tag beginnt bewölkt aber ohne Regen. Wir haben keine Eile, da Guérande nur etwas mehr als eine 1/2 Stunde entfernt liegt.

Am Westtor finden wir einen Parkplatz der auch Womo geeignet ist. Quer durch die von einer wehrhaften Mauer umschlossenen Stadt gelange ich zum Michaelstor, dem sehenswerten Hauptzugang. Guérande wurde durch die Salzgewinnung reich. Das sieht man an den Bauten in der Altstadt. 






Weiter geht es durch die interessanten Salzpfannen nach Batz sur Mer. Hier besichtigen wir eine neben der Ortskirche stehende Kircheruine.






Starker Wind aber kein Regen bestimmt den Tag. Der Atlantik zeigt sich von seiner rauhen Seite. Wild schlagen die windgepeitschten Wellen gegen das Ufer.





An der Küste entlang, kommen wir nach Le Croisic. Die Brandung, das Meer faszinieren uns einfach.


Durch die Salzfelder fahren wir wieder zurück nach La Roche Bernard. Da am Nachmittag kein Lokal geöffnet hatte, kauften wir ein und kochten am Abend im Womo selber. 


Sonntag, 19. Oktober 2025

La-Roche-Bernard



La Roche Bernard besitzt einen Gemeindecampingplatz der bis 2. November geöffnet hat. Auch aus diesem Grund entscheiden wir, die nächsten  drei Nächte hier zu verbringen. La Roche Bernard ist eine kleine attraktive Stadt an der Vilaine im Department Morbihan.



Am Samstag hatten wir bereits die Räder verstaut. Nach dem Frühstück brechen wir bei Regen auf in Richtung Süden. Bei strömenden Regen erreichen wir den Campingplatz Municipal de Patis in La Roche Bernard. Freundlich bedient, dürfen wir uns einen Stellplatz aussuchen. 


Es regnet immer noch stark und so verbringen wir einen Teil des Nachmittags im Womo. Da ich mich vor einigen Tagen verkühlt hatte, tat mir die Pause gut. Der Regen wird etwas weniger. Die Gelegenheit nützen wir für einen Spaziergang durch die Stadt. Trotz Schirm und Regenkleidung werden wir nass. 


Auf dem Rückweg entscheiden wir, nicht Essen zu gehen. Wir kochen uns Reis mit Tomatensauce und bretonische Sardinen. Der Regen hört auf. Hoffnung auf einen neuen Tag mit weniger Regen.







Samstag, 18. Oktober 2025

Radtour nach Auray



Gleich am Morgen fahre ich in den Ort und besorge frisches Baguette, Käse und geräucherten Fisch, für das Geburtstagsfrühstück. Bei Sonnenschein feiern wir beim Frühstück Dagmars Geburtstag. 

Unser heutiges Ziel,  Auray eine wunderschöne kleine Stadt am Fluss Loch. Auf Nebenstraßen gelangen wir nach ca. 15 km ins Zentrum der Stadt. 


Die Oberstadt hat noch einige schöne Fachwerkhäuser in denen sich nette Geschäfte und Lokale befinden.  An einem Stand in der Markthalle leiste ich mir Huîtres (Austern) und wir trinken dazu ein Glas Weißwein. 











An netten Geschäften vorbei schlendern wir hinunter zum Hafen St. Goustan. Wunderschöne alte Gebäude am Flussufer, richtig idyllisch. Wieder zurück in der Stadt leisten wir uns in einer Boulangerie Kaffee und Kuchen. Eine Hochzeitsgesellschaft gegenüber beschert uns Abwechslung. 


Auf der Rückfahrt nutzen wir eine Gravelroute. In Trinite sur Mer kaufen wir noch kurz ein und fahren zum Campingplatz zurück. 

Freitag, 17. Oktober 2025

Radtour durch die „Steinzeit“

Es erwartet uns wieder ein wunderschöner Tag. Es ist zwar kühl, aber mit der Sonne fühlt es sich angenehm an. Wir beginnen unsere Radtour am Campingplatz. Auf Radfahrstreifen erreichen wir den ein wenig abseits gelegenen Tumulus (Hügelgrab) Kercado. 











Wenig später erreichen wir das erste Feld mit Menhiren in Kermario. Wir nehmen uns Zeit und schlendern durch die mystischen Steinreihen. 



In Carnac erklimmen wir den Hügel St. Michael. Auf dem Hügel schütteten die Menschen vor mehr als 5000 Jahren einen riesigen Hügel auf und errichteten im Inneren Grabkammern. 

Auf dem „Schutthaufen“ wurde später eine Kapelle erbaut.

Durch Carnac, an den Strand und entlang der Küste erreichen wir den Hafen von Trinite sur Mer. Wir genießen Kaffee Gurmand und kehren anschließend zum Campingplatz zurück. Vor dem Womo scheint noch die Sonnen und wir genießen die wahrscheinlich letzten Sonnenstunden unseres Urlaubs. 




Donnerstag, 16. Oktober 2025

Dolmen - Menhir - Mégalith - Cromlec‘h

Wir verlassen unseren einfachen Stellplatz in Concarneau gleich nach dem Frühstück in Richtung Süden. Einen Stopp zur Stadtbesichtigung legen wir in Quimperle ein. Eine kleine aber sehr schöne Stadt am Zusammenfluss von Isole und Elle. In der Oberstadt verzichten wir auf die Besichtigung der Kirche Notre Dame de l´Assomption wegen einer Begräbnismesse und wandern die steile Straße wieder hinunter in die Altstadt. 






Schöne alte Fachwerkhäuser, die Markthalle aber insbesondere die Kirche St. Croix begeistert uns. 



Die Kirche wurde im 11/12 Jhdt nach dem Plan der Heiligen Kreuz Kirche in Jerusalem erbaut. Sie ist eine der schönsten romanischen Bauwerke der Bretagne. Wir lauschen dem Gesang der in der ganzen Kirche deutlich zu hören ist. Dabei singen aber nur vier Kirchgänger in einer der Apsiden.



Nach einer Kaffeepause in einem netten Lokal setzen wir unsere Reise fort. Wir verlassen nun Finistere „Das Ende der Welt“ und sind jetzt im Department Morbihan. 

Wir tauchen nun ein in die Welt des Neolithikum, die Jungsteinzeit. Die Menschen die vor 4000 bis 6500 Jahren in der heutigen Bretagne lebten, errichten Denkmäler aus Granitblöcken und Gräber aus riesigen Steinaufschichtungen. Auf dem Weg zum ausgewählten Campingplatz besichtigen wir die Steinreihen Alignements de Kerzerho. 


Bei der Besichtigung der imposanten Megalithen, ahnen wir noch nicht, dass unser ausgesuchter Campingplatz bereits geschlossen hat. 










Auch ein zweiter Versuch scheitert. In Carnac ist schon Saisonschluss, zumindest bei den Campingplätzen. Am 2. Platz ist die Rezeption noch besetzt und die freundliche Damen empfiehlt uns das Tourismusbüro in Carnac. Es ist nicht weit entfernt. Auch hier werden wir wieder sehr höflich und hilfsbereit behandelt. Die Bretonen sind ausgesprochen freundlich. Großes Lob an die Menschen hier in der Bretagne. Nach mehreren Telefonaten kann uns die Dame einen Platz in Trinidad sur Mer, keine 10 km entfernt ausfindig machen. Der hat zwar auch schon geschlossen, aber wir dürfen hier zwei Nächte stehen. Juhu!




Heimreise Teil II

 Rastatt - Salzburg Der Platz war ideal für eine ruhige Übernachtung und mit 8,23 € auch günstig. Ohne Frühstück starten wir auf die letzen ...